Sehenswürdigkeiten Mecklenburgische Seenplatte
Müritz-Nationalpark
Der Müritz-Nationalpark, eine reizvolle Großlandschaft östlich des größten deutschen Sees, der Müritz, erstreckt sich auf einer Fläche von 318 qkm. Die Städte Waren, Neustrelitz und Mirow tangieren den Nationalpark. Der größte Teil des Parks ist bewaldet (ca. 65 %). Mehr als 100 Seen machen einen Flächenanteil von 12 % aus. Die Kombination von Wald, Seen, Mooren, Wiesen und Ackerflächen sorgen für die Vielfalt an seltenen und z.T. bedrohten Pflanzen, Insekten und Tieren. So zählt der Müritz-Nationalpark zu den größten Kranich-Rastplätzen Deutschlands. Ein seltenes Naturschauspiel in den Herbstmonaten. Aber auch Seeadler und Fischadler sind in diesem Gebiet heimisch. Bei etwas Glück lässt sich auf den Waldwiesen Rotwild, Muffelwild oder Schwarzwild beobachten. Rehwild ist überall gegenwärtig. Durch die extensive Bewirtschaftung der Weiden konnte das Vorkommen von Orchideen und Enzianen erhalten werden.
In der Nationalparkinformation Schwarzenhof können interessante Ausstellungen zum Müritz-Nationalpark besichtigt werden. Von hier aus lassen sich interessante Wanderungen oder Radwanderungen unternehmen. Dazu steht ein gut ausgebautes Netz an Wander- und Radwanderwegen sowie Beobachtungsständen zur Verfügung. Auch Kutschfahrten und Wasserwanderungen sind möglich. Naturkundliche Führungen mit erfahrenen Exkursionsleitern können organisiert werden.
Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide
Der Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide erstreckt sich im Herzen der Mecklenburgischen Seenplatte zwischen Waren/Müritz, Krakow am See und Goldberg. Typische Landschaftsform sind weite Kiefernwälder auf flachem Land, eingestreut mit insgesamt 60 Seen, davon der Krakower See, der Goldberger See und der Drewitzer See. Die meisten Seen werden durch die Flüsse Nebel und Mildenitz gespeist. Besonders wertvolle Landschaftsbestandteile werden in 16 Naturschutzgebieten erhalten und geschützt. Wappenvogel des Parks ist der Adler. So wurden hier 15 Brutpaare des Seeadlers und 11 Paare des Fischadlers gezählt. Auch die Große Rohrdommel ist hier heimisch.
Trotz bestimmter Einschränkungen durch den Naturschutz ist in vielen Seen das Baden und Angeln erlaubt. Entsprechende Gewässerkarten sind vor Ort erhältlich. Ein besonderer Besuchermagnet ist das NSG Damerower Werder, eine Halbinsel im Kölpinsee. Hier werden auf einer Fläche von 280 ha in einem Freigehege Wisente artgerecht gehalten. Die Fütterung kann in einem Schaugatter beobachtet werden. Über das Leben der ehemaligen Tagelöhner in den Dörfern informiert das Agrarhistorische Museum in Alt Schwerin.
Über die Naturparkverwaltung in Karow können geführte Wanderungen oder Radtouren angemeldet werden.
Naturpark Feldberg-Lychener Seenlandschaft
Zwischen den Städten Neustrelitz und Templin erstreckt sich auf einer Fläche von 1000 qkm der Naturpark Feldberg-Lychener Seenlandschaft. Etwa 15 % der Fläche wird durch Naturschutzgebiete eingenommen. Der größte Teil des Parks befindet sich in der brandenburgischen Uckermark. Geprägt durch die Eiszeit entstand eine vielseitige Landschaft: große Sandergebiete mit Wald bedeckt und Endmoränenlandschaften mit erheblichen Höhenunterschieden. In der Stadt Feldberg liegt neben dem 142 m hohen Reiherberg gleich der Breite Luzin, mit 58 m der zweittiefste See Mecklenburg-Vorpommerns. Im gesamten Naturpark gibt es eine Vielzahl größerer und kleiner Seen. Am bekanntesten sind die Feldberger Seen, z. T. mit Regenwasser gespeiste Seen im Grundmoränenbereich, die sich durch sehr klares Wasser auszeichnen.
Der Naturpark ist Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten. Durch die Weiträumigkeit und dünne Besiedelung leben hier viele vom Aussterben bedrohte Arten, so z.B. See-, Fisch und Schreiadler.
Durch die abwechslungsreiche Landschaft ist das gesamte Gebiet ein beliebtes Reiseziel für Urlauber und Ausflügler. In den Zentren Neustrelitz, Feldberg, Lychen und Templin stehen zahlreiche Ferienunterkünfte und eine gute touristische Infrastruktur zur Verfügung. Die überall anzutreffenden Seen sind größtenteils zum Baden, Angeln und Wassersport geeignet.
Ernst-Barlach-Museum Güstrow
Der Bildhauer, Grafiker und Schriftsteller Ernst Barlach gilt als einer der bedeutendsten Bildhauer des Expressionismus. In Güstrow erlebte er bis zu seinem Tode die Hauptzeit seines Schaffens. Die Barlach-Museen, so das Atelierhaus am Inselsee, das gleich in der Nachbarschaft erbaute Ausstellungsforum und die Gertrudenkapelle, bewahren die umfangreichste Sammlung von Werken Ernst Barlachs. In der Gertrudenkapelle sind ausschließlich die bildhauerischen Kunstwerke ausgestellt, so z. B. "Lesender Klosterschüler", "Der Zweifler", "Frierendes Mädchen", "Wanderer im Wind" und "Gefesselte Hexe". Im Güstrower Dom ist eines seiner Hauptwerke, "Der Schwebende", zu sehen.
Öffnungszeiten:
April bis Oktober Dienstag-Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr
andere Zeiten Dienstag-Sonntag 11:00 bis 16:00 Uhr
Eintrittspreise:
Atelierhaus/Ausstellungsforum
Erwachsene 5,00 EUR
Ermäßigte 3,50 EUR
Familien 11,50 EUR
Gertrudenkapelle
Erwachsene 4,00 EUR
Ermäßigte 2,50 EUR
Familien 9,50 EUR
Die Ivenacker Eichen
Die Ivenacker Eichen sind die ältesten in Europa. Vor etwa 1000 Jahren legten hier die Slawen für ihr Vieh einen sogenannten Hütewald an. Bereits im Jahre 1710 wurde das Gebiet eingezäunt und ein Tiergarten angelegt. Zum Zwecke der Jagd wurde Damwild ausgesetzt, welches seinerzeit in Deutschland nicht heimisch war. Heute hat das Gehege eine Fläche von 75 ha. Es gibt 4 Eingänge und Wanderwege mit einer Länge von 10 km. Neben den Eichen, die ein Alter zwischen 500 und 1000 Jahren haben, kann hier Damwild beobachtet werden. Die mächtigste Eiche hat einen Stammumfang von mehr als 11 m (3,4 m Durchmesser) sowie eine Höhe von 36 m.
Der Tiergarten ist ganzjährig rund um die Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Wisentgehege Damerower Werder
Der Damerower Werder ist eine 360 ha große bewaldete Halbinsel zwischen dem Kölpinsee und den Jabelschen See. Hier leben wie in freier Wildbahn zwischen 30 und 35 Wisente, gemeinsam mit Hirschen, Wildschweinen, Rehen und Füchsen. Im Jahresdurchschnitt werden etwa 10 Kälber geboren, meist in den Monaten Mai und Juni. Da ein Betreten des Reservats aus Sicherheitsgründen nicht möglich ist, wurde im vorderen Bereich ein Schaugehege für die Besucher geschaffen. Die Tiere lassen sich bevorzugt zu den Fütterungszeiten um 10.00 und 15.00 Uhr beobachten. Zu diesem Zweck steht eine überdachte Tribüne bereit.
Das Reservat verfügt weiterhin über ein Infocenter, einen Walderlebnispfad und ein Ameisenhaus.





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