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Angelkarten für MV jetzt online zu kaufen

 

Schwerin (dpa), 29.03.2012 - Angeln ist im Nordosten jetzt noch bequemer. Als erstes Bundesland bietet Mecklenburg-Vorpommern den Service, die Angelerlaubnis am eigenen Computer per Kreditkarte zu kaufen und auszudrucken, wie das Agrarministerium am Donnerstag (29.3.) mitteilte. Minister Till Backhaus (SPD) schaltete den Online-Shop unter "https://erlaubnis.angeln-mv.de" frei. "Hobbyangler können nun kurzfristig und ohne an die Öffnungszeiten der (...) 280 Verkaufsstellen gebunden zu sein, ihre Papiere für die Küstengewässer bekommen", betonte er. Die erste Online-Karte kaufte Backhaus selbst.

Online kann jedoch nur die Angelerlaubnis für Küstengewässer, als notwendiges Dokument zum Fischereischein erworben werden, nicht für Binnenseen und Flüsse, hieß es. Die Erlaubnis gelte auch nicht für die Küstengewässer mit selbstständigen Fischereirechten Dritter, wie Unterwarnow und Breitling in Rostock und Usedomer See. Etwa 200 Wasserschutzpolizisten und 24 Kontrolleure der Fischereiaufsicht seien im Land für die Überprüfung von Fischereischein und Angelerlaubnis zuständig. Die bisher 280 Verkaufsstellen, darunter Tankstellen und Kurverwaltungen, bieten die Angelerlaubnisse weiterhin an.

Im vorigen Jahr nahm das Land nach Ministeriumsangaben 1,5 Millionen Euro aus dem Verkauf der Angelgenehmigungen ein. Es seien rund 56.000 Jahres- und 4000 Jugendjahreskarten verkauft worden, außerdem 24 000 Wochen- und ebenso viele Tagesangelerlaubnisse.


Saisonstart: Läden öffnen sonntags

Nordkurier, 23.03.2012


Einkaufsspaß nach der Winterruhe: Erstmals dürfen die Geschäfte in MV an diesem Sonntag wieder öffnen. Die Badeorte erwarten einen ersten Kundenansturm.
 
Der Einzelhandel verspricht sich mehr Umsatz vom verkaufsoffenen Sonntag. Doch mehr als sechs Sonntage lohnen sich kaum, heißt es.
In 96 Bade- und Kurorten können die Kaufleute ihre Läden ab Sonntag zwischen 13 und 18 Uhr wieder aufsperren – von Ende März bis Ende Oktober. Das lässt die 2010 nach Klagen der Kirchen stark eingeschränkte Bäderverkaufsverordnung zu. Kühlungsborn, Binz, Heringsdorf – in den Badeorten warteten die Geschäftsleute sehnsüchtig aufs Sonntagsgeschäft, meint Tino Beig vom Einzelhandelsverband in Neubrandenburg.

Das freundliche Frühlingswetter lasse einen ersten Gästeandrang erwarten. Klingende Kassen nach flauem Wintergeschäft: Mit dem Sonntagsgeschäft machen die Händler in den Badeorten neun Prozent des Jahresumsatzes, meinte Beig. „Es ist wichtig, dass im Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern die Geschäfte in den touristisch bedeutsamen Regionen öffnen können. Sie unterstützen damit ein attraktives touristisches Angebot“, meinte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU).

Schmerzgrenze ist erreicht

In den Städten müssen Kunden noch warten: Nach der Bäderverkaufsverordnung dürfen Geschäfte in den Weltkulturerbestädten Wismar und Stralsund bis zu 20 Sonntage, in Rostock, Schwerin, Neubrandenburg und Greifswald an bis zu zehn Sonntagen öffnen. Dennoch bleiben die Läden häufig dicht, ergab eine Umfrage unserer Zeitung. Rostock, Schwerin, Neubrandenburg – nur an sechs Sonntagen öffnen die Geschäfte. „Sechs Sonderöffnungen im Jahr – mehr bringt nichts“, sagt Ulf von Finthel vom Citykreis Rostock. Vor allem im Sommer rechne sich der Sonntagseinkauf nicht, meinte Sabine Steinbart, Citymanagerin in Schwerin. „Die Schmerzgrenze ist erreicht“.

Zu wenige Sonntage in Stralsund

Wie in Rostock lädt auch Schwerin am 1. April wieder zum Sonntagsshopping, Neubrandenburg erst am 29. April, teilte die Werbegemeinschaft Neubrandenburg mit. In Stralsund öffnen die Händler ab 1. April an 20 Sonntagen ihre Läden. Zu wenig, forderte Ulf Quade vom Stadtmarketingverein Stralsund eine Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten.

Damit ist kaum zu rechnen: Nach Schleswig-Holstein behält sich auch die katholische Kirche in MV eine Klage gegen die auf Druck der Kirchen und Gewerkschaften 2010 bereits eingeschränkte Bäderregelung in MV vor. Der Erzbischof von Berlin stehe zu dem seit Mitte 2011 ruhenden Klageverfahren gegen die Ausnahmeregelung, teilte Martin Innemann, Sprecher des Erzbischöflichen Amtes Schwerin gestern mit. Noch sei keine Entscheidung gefallen. Zunächst solle noch ein „detaillierter Meinungsaustausch“ geführt werden. Der Einzelhandel warnte vor einem neuen Klageverfahren: Die bestehende Regelung sei ein Kompromiss, meinte Verbandssprecher Beig.

Nordkurier, 24.03.2012

Tourismusbranche blickt positiv auf Ostern

Der verregnete Sommer 2011 ist vergessen. Nun blickt die Tourismusbranche mit neuem Optimismus auf den Saisonbeginn. Weil Ostern diesmal so früh liegt, gönnen sich viele einen Extra-Urlaub.

Zu Ostern werden wieder viele Urlauber im Seebad Binz auf der Insel Rügen erwartet. Die Tourismusbranche hofft auf gutes Wetter.
 
Die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern geht eine Woche vor Beginn der Osterferien positiv gestimmt in die Saison. Die Aussichten scheinen mehr als gut zu sein. Wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa ergab, sind Auslastungen von mehr als 80 Prozent zu erwarten. Das Vorjahr hat aber gezeigt, dass der Erfolg nicht nur von den Vorbereitungen abhängig ist, sondern auch vom Wetter. Noch können aber Meteorologen keine genauen Aussagen über das Osterwetter machen.

Landesweit wird mit Frühlingsangeboten geworben. So lockt der Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte mit ausgedehnten Wanderungen im Müritz-Nationalpark. Nach Erkenntnissen des Verbands liegen den Hotels und Pensionen derzeit Vorbuchungen für 60 Prozent der vorhandenen Kapazitäten vor. „Eine Auslastung von 80 bis 90 Prozent ist möglich“, sagt Verbandssprecherin Siria Wildermann.

Erster Gästeansturm erwartet

Auch in den Badeorten im Westen erwarten Hoteliers und Vermieter von Ferienhäusern den ersten Gästeansturm in diesem Jahr. So rechnet der Chef des Seehotels Großherzog von Mecklenburg in Boltenhagen, Christian Schmidt, fest mit einem vollen Haus. „Wer zu Ostern nicht ausgebucht ist, hat etwas falsch gemacht“, meint der Hotelmanager. Doch dem Zufall überlässt auch er nichts: „Natürlich muss man die Werbetrommel rühren und seinen Besuchern auch etwas Besonderes bieten, ob bei der Kinderbetreuung oder auf der Menükarte.“

Auch in die Ferienhäuser von Boltenhagen oder auf der Insel Poel zieht zu Ostern wieder Leben ein. „60 Prozent der Wohnungen sind gebucht. Wenn das Wetter freundlich bleibt, dann wird der Rest auch schnell weg sein. Es gibt gerade zu Ostern viele Kurzentschlossene, die auf die Wetterkarte schauen und sich kurzfristig entscheiden“, berichtet Andreas Böhlecke vom Buchungsservice H+P Touristik in Boltenhagen. „Außerordentlich überrascht“ von der großen Nachfrage zeigte man sich beim Anbieter Poeler Tourismus Service.

„Der Buchungsstand ist deutlich besser als im Vorjahr. Weil Ostern doch recht früh liegt und der Abstand zum Sommer größer ist, gönnen sich doch viele einen Extra-Urlaub und buchen auch länger als sonst“, berichtet Eckhardt Radicke, dessen Unternehmen 165 Ferienwohnungen mit rund 800 Betten im Angebot hat. Poel wie Boltenhagen wird zunehmend von Gästen aus dem nahen Hamburg und auch aus Nordrhein-Westfalen entdeckt. „Die sind früher nach Holland gefahren und finden nun immer mehr Gefallen an unserer Ostsee-Küste“, meint Radicke. Inzwischen kommen laut Seehotel-Chef Schmidt drei von vier seiner Hotelgäste aus den alten Bundesländern.

Gute Auslastung an Mecklenburger Ostseeküste

Eitel Sonnenschein auch an der Ostseeküste Mecklenburg. „Durchschnittlich liegen wir bei einer Auslastung von 80 bis 100 Prozent“, sagt die Sprecherin des Verbands Mecklenburgischer Ostseebäder Melanie Jeschke. Vereinzelt gebe es noch freie Unterkünfte. „Wer jetzt noch seinen Osterurlaub an der Ostsee buchen möchte, sollte sich beeilen“, betonte Jeschke. Noch ein bisschen hinter dem Vorjahr hängt Rügen mit einem knapp 70-prozentigen Vorbuchungsstand.

„Wenn sich das gute Wetter hält, werden mit Sicherheit noch zahlreiche Kurzentschlossene und Spontanbucher dazu kommen. Angesichts der aktuellen Buchungslage haben auch diese Gäste noch beste Chancen auf ihre Wunschunterkunft“, sagte Constance Patrunky von der Tourismuszentrale Rügen.

„Usedom wird im Juni eine Fußballinsel“

 

Der Strand der Usedomer Kaiserbäder Ahlbeck, Bansin und Heringsdorf verwandelt sich im Juni in eine riesige Fußball-Arena. Nach Plänen des ZDF soll neben der Heringsdorfer Seebrücke eine große Bühne mit LED-Leinwand entstehen, von der aus die vom Sender übertragenen Spiele kommentiert werden. Über die Vorbereitungen sprach dapd-Korrespondent Ralph Sommer mit der amtierenden Kurdirektorin der Kaiserbäder, Karin Lehmann:
 
Nach der Seebühne im österreichischen Bregenz zur Fußball-EM vor vier Jahren sendet das ZDF in diesem Sommer von der Insel Usedom. Was bedeutet Ihnen die Entscheidung des ZDF?

 

Usedom wird eine Fußball-Insel. Wir erwarten direkt an der Grenze zum benachbarten Swinemünde ein riesiges deutsch-polnisches Fußballfest. Und jede Menge Werbung für unsere Urlaubsregion. Ursprünglich hatte das ZDF auch Frankfurt/Oder als möglichen Veranstaltungsort erwogen. Letztlich aber waren wohl unsere jahrelangen guten Kontakte zum benachbarten Swinemünde entscheidend.

Mit dem Winterbadespektakel starteten Sie am Samstag quasi in die Fußballsaison. Was erwartet die Fans im Sommer am Heringsdorfer Strand?

Das ZDF wird bereits im März im flachen Wasser am Strand mit dem Bau der Traverse für den Mega-Monitor beginnen. Bis zum EM-Eröffnungsspiel von Gastgeber Polen gegen Griechenland am 8. Juni sollen eine große Bühne und eine Arena für 1000 Zuschauer entstehen. Es wird jedes Spiel live übertragen. Wir erwarten auch viele polnische Fans. Darüber hinaus soll es auch in anderen Orten der Insel Public Viewing geben.

Die EM fällt in die beginnende Urlaubs-Hochsaison auf Usedom. Wie läuft der Kartenvorverkauf?

Der Vorverkauf beginnt etwa 100 Tage vor dem ersten Anstoß, und zwar in unseren Kurverwaltungen sowie über das Internet www.tixoo.com. Pro Spiel und Person dürfen bis zu vier Karten zum Preis von jeweils zehn Euro geordert werden. Darüber hinaus wird das ZDF am Strand weitere Sendeformate produzieren. Im Gespräch sind z.B. das Morgenmagazin, „Volle Kanne“ und das aktuelle Sportstudio.

Quelle: Nordkurier 13.02.2012